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Sonstige Beratungsangebote

Beratung nach der Gründung

Oft besitzen Berater ein gutes generelles Unternehmensverständnis und sind in der Lage, Schwachstellen aufzuzeigen, die Sie selbst nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen. Denn umso motivierter und überzeugter Sie von ihrem Handeln sind, desto schneller übersehen Sie Ungereimtheiten.

Sehen Sie sich langfristig nach einer Beratung um, die ihnen mit kleinen Denkanstößen und Kurskorrekturen hilft, die im Alltag lauernden Gefahren wahrzunehmen und zu umgehen. Fragen Sie sich selbstkritisch, wo bei Ihnen Schwachstellen entstehen könnten. Tauschen Sie sich mit einem Berater aus, bevor diese zu gravierenden Problemen herangewachsen sind!

Es gibt vielfältige Beratungsmöglichkeiten für Existenzgründer und junge Unternehmen. Einige davon werden sogar kostenlos angeboten.

  • allgemeine (kostenlose) Beratung zu allen Fragen rund ums Gründen gibt es bei den regionalen Industrie- und Handelskammern.
     
  • für Handwerker ist die regionale Handwerkskammer der erste Ansprechpartner. Nähere Informationen bietet der Zentralverband des deutschen Handwerks.
     
  • Im Rahmen einer ausführlichen persönlichen Beratung können Fragen beantwortet werden, die sich auf die vielfältigen Möglichkeiten einer Finanzierung mit Fördermitteln beziehen. Hierfür stehen die Beratungszentren der KfW Mittelstandsbank und die KfW-Beratungssprechtage zur Verfügung. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Wirtschaftsfördergesellschaften bieten in Kooperation mit der KfW in über 50 Städten eine persönliche Finanzierungsberatung „vor Ort“ an. In einigen Bundesländern finden gemeinsame Beratungen mit Vertretern der dortigen Landesförderbanken statt.
     
  • Im Verein Alt hilft Jung e.V. beraten ehrenamtlich tätige Wirtschafts-Senioren gegen einen Kostenbeitrag.
     
  • Speziell für Gründungen im technischen Bereich und im Ausland finden Sie Unterstützung beim Senior-Experten-Service (SES). Hier beraten ehemalige Fach- und Führungskräfte, die nur den Ersatz ihrer Auslagen in Rechnung stellen.
     
  • Verschiedene Beratungsangebote erhalten Sie bei den Wirtschaftsförderinstituten in Ihrer Region. Informieren Sie sich unbedingt über diese lokale Hilfestellung, um Vor-Ort-Kenntnisse und direkte Netzwerke ausnutzen zu können!
     
  • Einen ersten Überblick über das Thema Unternehmensgründung können Sie sich auf einer Gründermesse oder an Gründertagen beschaffen. Auch Beratungsgespräche oder die Vermittlung von Beratungsmöglichkeiten werden hier angeboten.

Literaturhinweise und Quellen: GründerZeiten Nr. 02: Information und Beratung

Beratersuche

Unterstützung bei der Beratersuche finden Sie bei den Berufsverbänden und z.B. bei der KfW-Mittelstandsbank:

  • In Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium betreibt die KfW eine Beraterbörse für die Suche nach einem geeigneten Berater in Ihrer Nähe. Die Berater präsentieren sich hier mit einem kurzen Profil, so dass Sie die Möglichkeit haben, sich schnell einen Überblick über die Qualifikationen zu verschaffen.
    www.kfw-beraterboerse.de
     
  • Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. werden auf Qualifikation, Eignung und berufliche Erfahrung geprüft und erkennen die Berufsgrundsätze des BDU selbstverpflichtend an. Auf der Homepage des BDU wird eine Beraterdatenbank angeboten.
    www.bdu.de
     
  • Über den Bundesverband der Wirtschaftsberater BVW e.V. können Sie eine kostenlose Beratersuche in Anspruch nehmen. Der BVW ist ein interdisziplinärer Berufsverband, in dem die unterschiedlichsten Berater (z.B. Existenzgründungsberater, Steuerberater, Unternehmensberater...) zusammengefasst sind.
    www.bvw-ev.de
     
  • Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) ist das deutschlandweite Informations- und Servicezentrum zur unternehmerischen Selbständigkeit und Unternehmensnachfolge durch Frauen. Das Portal bietet branchenübergreifend Informationen und Beratungsangebote zu allen Phasen der Existenzgründung sowie zur Nachfolge. Das Angebot umfasst Kontakte zu Expertinnen und Experten, Beratungseinrichtungen und Netzwerken in ganz Deutschland mit Beschreibungen der einzelnen Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote.
    www.gruenderinnenagentur.de
Förderung unternehmerischen Know-hows

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows" fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung", „Gründercoaching Deutschland", „Turn-Around-Beratung" und „Runder Tisch" zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.

Mehr Informationen zu diesem Förderangebot finden Sie hier.

Businessplan-Wettbewerbe und Gründerinitiativen

Gründerinitiativen und Businessplan-Wettbewerbe können Existenzgründern in der schwierigen Anfangsphase wertvolle Hilfe bereitstellen. Dazu gehört beispielsweise Beratung bei der Entwicklung eines Businessplans, beim Markteintritt und bei der Bewältigung des Unternehmensalltages. Auch die Bereitstellung von Informationen und der Erfahrungsaustausch mit anderen Gründern, Investoren und Kunden kann über Gründerinitiativen und Businessplan-Wettbewerbe erfolgen.

Businessplan-Wettbewerbe

  • Sie richten sich in erster Linie an Gründer, die noch vor dem Start Ihrer Unternehmung stehen und locken Teilnehmer mit von öffentlicher oder privater Hand gesponserten Preisgeldern. Als Teilnehmer müssen Sie sich hier einem gewissen Konkurrenzdruck aussetzen. Businessplan-Wettbewerbe sind meist an festgelegte Teilnehmergrenzen und Bewerbungsfristen gebunden.

    Tipp: Informieren Sie sich rechtzeitig über die für Sie in Frage kommenden Wettbewerbe. Auch falls Sie einmal eine Bewerbungsfrist verpasst haben sollten, kann man bei vielen Businessplan-Wettbewerben auch später noch bei einer zweiten oder dritten Stufe einsteigen!
     
  • Das Preisgeld sollte für Sie nicht das einzige Argument für die Teilnahme an einen Wettbewerb sein. Wichtiger noch als solch eine Finanzspritze ist die Beratungsqualität der einberufenen Experten. Im Idealfall überprüfen die Experten die Tragfähigkeit Ihres Geschäftsmodells und unterstützen Sie bei der konzeptionellen Entwicklung Ihres Businessplans. Auch die Vermittlung von Kontakten und persönliche Beratung sollte nicht zu kurz kommen. 

Gründerinitiativen

Sie sind offener gestaltet als Businessplan-Wettbewerbe und setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Diese können z.B. sein:

  • Gründercoaching mit Begleitung durch persönliche Tutoren aus Wirtschaft und/oder Verwaltung
  • Informationsveranstaltungen und Seminare zu speziellen Gründerthemen
  • Messen, Stammtische
  • Zugang zu speziellen, für Gründer relevante Netzwerke in Finanzierung, Marketing oder zu potentiellen Kunden etc.

Die Teilnahme an Gründerinitiativen ist zumeist kostenlos. Auch hier hängt Ihr Nutzen von der Qualität der eingesetzten Berater und Netzwerke ab. Allerdings ist die Teilnahme an Gründungsinitiativen eher langfristig ausgerichtet, sodass Sie auch noch in späteren Phasen Ihrer Unternehmensgründung von der Initiative profitieren können.

Einen umfassenden Überblick über die Wettbewerbe und Gründerinitiativen im deutschsprachigen Raum finden Sie auf der Homepage des Förderkreises Gründungsforschung e.V.

Literaturhinweise und Quellen: GründerZeiten Nr. 02: Information und Beratung